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  • Buchrezension zu "Atlantia" von Ally Condie

    Atlantia

    Jugendbuch
    Fantasy

    Hardcover: 400 Seiten
    Erscheinung: 11. Februar 2015
    Verlag: Fischer FJB
    ISBN: 978-3-8414-2169-2

    Bewertung:
    4 von 5 Tintenkleckse

    Klappentext
    Zwillinge.
    Sie waren für ein gemeinsames Leben bestimmt.
    Doch das Schicksal trennte sie.

    Bay, du fehlst mir so sehr, flüsterte sie in die Muschel. Aus dem Inneren tönte ein rauschender Gesang und erinnerte an eine Zeit, als Wasser und Land noch zusammengehörten. Wo auch immer an der Landoberfläche ihre Schwester nun war, sie musste sie finden – auch wenn es niemandem erlaubt war, die Stadt unter der Glaskugel zu verlassen.

    In einer Welt, die in Wasser- und Landbevölkerung aufgeteilt ist, werden die Zwillingsschwestern Rio und Bay durch einen Schicksalsschlag getrennt. Bay tritt ihre Reise zur Oberfläche an. Rio bleibt in Atlantia zurück. Um ihre Schwester wiederzusehen, muss sie herausfinden, warum Wasser und Land getrennt wurden und welche wunderbare und zugleich zerstörerische Gabe die Frauen der Familie verbindet.

    Meine Meinung
    Spannend ab der ersten Seite - und das ist nicht übertrieben, denn es beginnt direkt mit dem Tag der Trennung. Rio und auch Bay müssen sich entscheiden, ob sie weiter in Atlantia leben wollen, oder ob sie nach Oben gehen. Rio ist ein paar Minuten älter als ihre Zwillingsschwester und muss sich deswegen zuerst entscheiden. Wenn einmal eine Entscheidung getroffen ist, kann diese nicht mehr rückgängig gemacht werden.
     
    Rio wollte schon als Kind nach Oben, die Sonne auf ihrer Haut spüren. Doch als ihre Eltern tot sind verspricht sie ihrer Schwester, dass sie in Atlantia bleibt. Rio hält sich an ihr Versprechen und wählt Atlantia, doch als ihre Schwester an der Reihe ist, verschlägt es ihr den Atem - denn Bay wählt Oben. Da man auch sofort abgeführt wird, hat Rio keine Möglichkeit mehr, mit Bay zu sprechen.
     
    Rio ist eine verantwortungsbewusste, ältere Schwester. Sie ist in Atlantia zwar aufgewachsen, aber man hat nicht das Gefühl, dass es ihre Heimat ist. Sie sehnt sich nach Oben und würde gerne erfahren, wie es dort ist. Da ihre Schwester nun auch Oben ist und sie außer ihrer Tante Maire keine Verwandten mehr in Atlantia hat, will sie unbedingt einen Weg finden, nach Oben zu gelangen.
     
    Von Bay erfährt man leider nicht viel, sie ist Oben und nur über Erinnerungen ihrer Schwester erfährt man, dass sie Atlantia liebt. Umso mehr wundert es, dass sie sich für ein Leben Oben entschieden hat. Das ist eine der spannenden Fragen in der Handlung.

    Mich hat die Handlung von Anfang an gepackt und nicht mehr losgelassen. Wie Rio wollte auch ich wissen, welchen Grund es hatte, dass Bay sie einfach im Stich gelassen hat. Es geschehen ein paar überraschende Wendungen und es tauchen auch einige liebenswerte und interessante Nebencharaktere auf, so dass ich durchweg gut unterhalten war.
     
    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen - er ist flüssig und kann wunderbare Bilder zaubern, so dass ich oftmals das Gefühl hatte, dass Atlantia eine Stadt ist, die ich bereits besucht habe. In Gedanken bin ich über den Tiefmarkt gewandert und konnte die kleinen Wassergassen mit den Gondeln sehen. Ein bisschen erinnert Atlantia an Venedig. 

    Fazit
    Spannend ab der ersten Seite. Das Buch hat mich so sehr eingenommen, dass ich ewig hätte weiterlesen können. Und gerade weil mich dieses Buch so gefesselt hat war es etwas enttäuschend, als das Ende meiner Meinung nach viel zu schnell abgehandelt wurde.
     

  • Buchrezension zu "Titans of Love - Verliebt in der Nachspielzeit" von Poppy J. Anderson

    Titans of Love Band 1 - Verliebt in der Nachspielzeit
    Chick-Lit
    Frauenroman

    Taschenbuch: 272 Seiten
    Erscheinung: 28.11.2014
    Verlag: rororo
    ISBN: 978-3-499-26931-8

    Bewertung:
    4 von 5 Tintenkleckse

    Klappentext

    John ist ein echter Traumtyp. Kein Wunder, dass sich Hanna Hals über Kopf in den ehemaligen Footballspieler verliebt.

    Doch jeder von Johns Schritten wird von der Klatschpresse aufmerksam verfolgt. In New York ist er eine Berühmtheit, seit er das Traineramt bei den Titans, einer beliebten, wenn auch in letzter Zeit etwas erfolglosen Mannschaft, übernommen hat. Und Hanna passt so gar nicht ins Bild einer typischen Spielerfrau: Sie ist ein bisschen zu schlau, ein bisschen zu rundlich und so gar nicht an der Welt der Stars und Sternchen interessiert.

    Eine Hetzjagd auf Hanna beginnt, an der die eigentlich glückliche Beziehung zu zerbrechen droht.

    Meine Meinung
    Hanna und John begegnen sich zufällig, als das Taxi, in dem Hanna sitzt, in einen Unfall verwickelt ist. Und Hanna hat keine Ahnung, dass John in New York eine Berühmtheit ist. Natürlich verlieben sich die Beiden.

    Hanna ist eine ganz normale Frau, die im Leben steht, intelligent ist und weiblich aussieht. Deswegen hat sie auch oft Komplexe. Bis hierhin konnte ich Hanna verstehen und habe sie auch ins Herz geschlossen. Im Laufe des Buches hat es mich dann ein wenig genervt, dass sie immer wieder in Frage stellt, ob John sie wirklich liebt. Schließlich sieht sie nicht wie ein Model aus und deswegen wird sie immer und immer wieder von Selbstzwefeln geplagt.

    John ist ein netter Kerl, der in jungen Jahren auch gerne seine Berühmtheit etwas ausgenutzt hat und öfter seine Freundinnen gewechselt hat. Nun ist er Anfang dreißig und auf der Suche nach einer ernsten Beziehung. Das habe ich ihm auch sofort geglaubt.
     
    Die Beiden haben einige Höhen und Tiefen zu überstehen, denn es ist nicht einfach, wenn man ständig in der Öffentlichkeit steht und über einen geredet wird. Die Presse kann gemein sein und Hanna ist oftmals nicht selbstbewusst genug.

    Insgesamt war es allerdings eine nette Handlung, die man aufgrund des flüssigen Schreibstils der Autorin auch sehr schnell und gerne liest. Ein typisches Chick-lit Buch mit wenigen Überraschungsmomenten. Aber trotzdem lesenswert, weil man genau die Geschichte bekommt, die man erwartet.

    Fazit
    Insgesamt ein süßes Buch, das man ab und an noch besser mit Leben hätte füllen können. Die Buchreihe werde ich auf jeden Fall weiterverfolgen.

  • Buchrezension zu "Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" von Lilly Lindner

    Was fehlt, wenn ich verschwunden bin
    Jugendbuch

    Taschenbuch: 400 Seiten
    Erscheinung: 19.02.2015
    Verlag: S. Fischer Verlage
    ISBN: 978-3-7335-0093-1
    empfohlener Verkaufspreis: 9,99 Euro [D]

    Bewertung:
    4 von 5 Tintenkleckse
     

    Klappentext

    April ist fort. Seit Wochen kämpft sie in einer Klinik gegen ihre Magersucht an. Und seit Wochen antwortet sie nicht auf die Briefe, die ihre Schwester Phoebe ihr schreibt. Wann wird April endlich wieder nach Hause kommen? Warum antwortet sie ihr nicht? Phoebe hat tausend Fragen. Doch ihre Eltern schweigen hilflos und geben Phoebe keine Möglichkeit, zu begreifen, was ihrer Schwester fehlt. Aber sie versteht, wie unendlich traurig April ist. Und so schreibt sie ihr Briefe. Wort für Wort in die Stille hinein, die April hinterlassen hat.

    Meine Meinung
    Als ich den Klappentext gelesen habe, bin ich davon ausgegangen, dass es sich um ein Buch handelt, in dem Magersucht thematisiert wird. Das ist hier jedoch nur am Rande der Fall. In erster Linie geht es um die Schwestern April und Phoebe, die stark miteinander verbunden sind.
     
    Das Buch berührt und wenn man selbst Geschwister hat versteht man, wie eng verbunden man mit diesen sein kann.
    Phoebe ist die kleine Schwester, die ihre große Schwester April wahnsinnig vermisst. April wurde aufgrund ihrer Magersucht in eine Klinik eingewiesen. Phoebe schreibt täglich Briefe an April, obwohl sie keine Antwort bekommt. 

    Es sind Briefe, die eine kluge 9jährige verfasst, poetisch, ängstlich, manchmal auch einfach nur aus dem Leben gegriffen. Dinge, die sich in ihrem täglichen Leben ereignen.

    Ich möchte nicht zu viel verraten, aber das Buch enthält Überraschungen und ist immer wieder sehr emotional.
    Gerne würde ich noch ausführlich über einige Textpassagen berichten, aber ich glaube, dass man dieses Buch selbst entdecken muss.
    Mein Lieblingszitat aus dem Buch möchte ich Euch aber nicht vorenthalten:

    "Du bist der Grundstein in meinem Wortschatz, für einen glücklichen Satz." Buchseite 191
     
    Ich hoffe, ihr habt einen Eindruck davon bekommen, wie poetisch das Buch an manchen Stellen ist. Und es gibt noch so viele Weisheiten und andere Zitate in dem Buch zu finden. 
      

    Mir war es für ein Jugendbuch manchmal schon zu emotional belastend. Auf jeden Fall sollte man Taschentücher bereithalten, denn ich bin mir sicher, dass dieses Buch fast jeden mindestens einmal zum Weinen bringt. 

     
    Fazit
    Ein Buch, über das man auch nach dem Lesen noch nachdenkt. Es ist stellenweise sehr emotional und poetisch, an anderen Stellen zieht sich das Buch jedoch in die Länge.

  • Buchrezension zu "Liebesteufel" von Jessica Swiecik

    Der Liebesteufel
    Jugendbuch
    Thriller


    Taschenbuch: 231 Seiten

    Erscheinung: 15. Dezember 2014
    Verlag: mainbook
    ISBN: 978-3944124742
    empfohlener Verkaufspreis: 10,90 Euro [D]

    Bewertung:
    4 von 5 Tintenkleckse

    Klappentext

    Er ist auf der Suche nach der Liebe. Der großen, einzigen Liebe.

    Er denkt, er könne sie bei jungen Teenagerinnen finden.

    Er chattet mit unschuldigen Mädchen, trifft sich mit ihnen und...

    Er weiß nicht, wer er ist. Niemand weiß es. Niemand kennt ihn. Niemand will ihn kennen.

    Er ist ein Teufel. Ein Teufel der Liebe, der bereit ist zu töten...

    Meine Meinung

    Liebesteufel wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt, was mir sehr gut gefällt. Ich mag es gerade bei Thrillern, wenn ich einen Einblick in die Handlung aus unterschiedlichen Blickpunkten bekomme.

    ER, der seine wahre Liebe im Internet bei Minderjährigen sucht.

    Lilly, Zimmermädchen im Hotel Auenblick. Sie ist Anfang 20, neugierig, aber auch ängstlich und lebt zurückgezogen. Man schließt sie schnell ins Herz, da sie eine ruhige und liebe Art hat.

    Viktor, ein Autor und Gast im Hotel Auenblick, der unbedingt mit seinem neuen Roman beginnen muss, aber an einer Schreibblockade leidet. Er ist Anfang 30, hat bereits zwei Romane veröffentlicht und steht am Anfang seiner Karriere.

    Laura, die beste Freundin von Julia, deren Mutter das Hotel Auenblick gehört, ist verschwunden. Nach kurzer Zeit finden Viktor, Lilly und Julia heraus, dass Laura sich anscheinend mit einem älteren Mann getroffen hat. Diesen hat sie auf einer Partnerseite im Internet kennengelernt. Die Drei begeben sich auf Spurensuche, um herauszufinden, was mit Laura geschehen ist.

    Liebesteufel ist ein Debüt, das sich sehen lassen kann.

    Der Schreibstil hat mir von Anfang an gefallen, aber man merkt im Laufe der Handlung deutlich, dass er sich sogar noch steigert.

    Lilly konnte ich gut verstehen und auch Viktor ist mir mit der Zeit  immer sympathischer geworden. Man lernt ihn erst im Laufe der Zeit kennen, anfangs wirkt er etwas kühl.
     
    Ich konnte die Handlungen von "ER" nicht immer nachvollziehen und eine Sache ist mir bis jetzt noch zu unreal, dennoch kann ich das Buch als Jugendthriller weiterempfehlen. 

    Liebesteufel ist spannend, und dennoch kann man nachts noch gut schlafen. Das ist mir bei Jugendbüchern besonders wichtig. Und jüngere Leser ab 14 werden für Gefahren, die im Internet lauern können, sensibilisiert.


    Fazit
    Insgesamt ein gelungenes Debüt, das mir spannende Lesestunden beschert hat. Ich freue mich auf weitere Bücher von Jessica Swiecik.

  • Buchrezension zu "Girl Online" von Zoe Sugg

    Girl Online

    Jugendbuch
    englische Ausgabe
     
    Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
    Erscheinung: 25. November 2014
    Verlag: Penguin Random House UK
    ISBN: 9780141657270
    empfohlener Verkaufspreis: 12,99 GBP [UK]
     
    Bewertung:
    5 von 5 Tintenkleckse
     

    Klappentext

    Penny has a secret.
     
    Under the alias Girl Online, Penny blogs her hidden feelings about friendship, boys, high school drama, her crazy family, and the panic attacks that have begun to take over her life. When things go from bad to worse, her family whisks her away to New York, where she meets Noah, a gorgeous, guitar-strumming American. Suddenly Penny is falling in love - and capturing every moment of it on her blog.

    But Noah has a secret, too, one that threatens to ruin Penny's cover - and her closest friendship - forever.

     
    Meine Meinung

    Ich habe die englische Ausgabe von Girl Online gelesen und kann diese auch empfehlen, wenn man sein Englisch auffrischen möchte oder aber einen Einstieg in Englisch geschriebene Bücher sucht.
     
    Penny ist ein Mädchen, das unsicher ist. Sie ist etwas unbeholfen, wenn es um Jungs geht und fühlt sich oft wie ein Elefant im Porzellanladen. Als sie auf den sensiblen und geheimnisvollen Noah trifft kann sie endlich sie selbst sein und muss nicht ständig das Gefühl haben, dass sie etwas Falsches tut.
     
    Beide Protagonisten sind mir sehr ans Herz gewachsen. Penny hat eine liebenswerte Art und Noah, der zwar nicht viel von sich erzählt, lockert mit seinen Gesprächsthemen auch schwierige Situationen auf.
     
    Ja, das Buch ist vorhersehbar. Aber obwohl ich wirklich schnell wusste, welche Dramen auf den Leser zukommen und wie es enden wird hat Zoe Sugg es trotzdem geschafft, dass ich total begeistert von dem Buch bin. Der Schreibstil ist einfach sympathisch. Richtig liebenswert. Beim Lesen hat man das Gefühl, dass man sich in Peggys Welt befindet. Umgangssprachlich, aber trotzdem mit einigen Stellen, an denen das Buch sehr tiefgründige Themen behandelt. Vor allem die Blogeinträge von Peggy sind sehr emotional und man kann die Beweggründe gut nachvollziehen. 
     
    Ein rundum gelungenes Debüt und ich hoffe, dass noch viele Bücher folgen werden.

    Die Autorin Zoe Sugg ist eine bekannte Vloggerin aus Brighton, UK. Ich kannte sie nicht, aber ich muss auch gestehen, dass ich nur auf deutschsprachigen Blogs lese und deswegen bislang noch nichts von ihr gehört habe.
      

     
    Fazit
    Mich hat das Buch von Anfang an in seinen Bann und in die Welt von Penny gezogen. Obwohl die Handlung vorhersehbar ist hatte ich unterhaltsame Lesestunden mit sympathischen Protagonisten und würde sofort wieder ein Buch von Zoe Sugg lesen.

     
    Vielen Dank an Penguin (Random House UK) und BloggDeinBuch für das Rezensionsexemplar. 
     

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